NL|FR|EN|DE

Kollektive Schuldenregelung

Glossar

Eine kollektive Schuldenregelung ist ein gerichtliches Verfahren, auf das ein Schuldner zurückgreifen kann, wenn er seine Verbindlichkeiten nicht mehr begleichen kann. Durch die Anrufung des Arbeitsgerichts kann der Schuldner seine finanzielle Situation sanieren und, soweit möglich, die Rückzahlung seiner Schulden sicherstellen, ohne unter menschenunwürdigen Bedingungen leben zu müssen.

Eine kollektive Schuldenregelung kann zwei Formen annehmen: zunächst eine Phase mit einer einvernehmlichen Schuldenbereinigungsregelung, in der den Parteien die Freiheit eingeräumt wird, Bedingungen, Beträge und weitere Bestimmungen einvernehmlich festzulegen; wird diese Regelung nicht angenommen, legt der Arbeitsrichter eine gerichtliche Schuldenbereinigungsregelung fest, die für alle Parteien verbindlich ist.

Es ist wichtig zu beachten, dass dieses Verfahren der kollektiven Schuldenregelung nicht auf Kaufleute anwendbar ist; nur Nichtkaufleute wie Arbeitnehmer, Arbeitslose, Landwirte und Angehörige freier Berufe können davon Gebrauch machen.

Die unter diesem Punkt aufgeführten Definitionen spiegeln die belgische Situation wider, sofern nicht anders angegeben. Die Texte dienen dazu, die Konzepte in Alltagssprache zusammenzufassen und sind nicht als umfassend oder endgültig zu verstehen. Vorschläge oder Anpassungen können jederzeit an glossary@tcm.be gesendet werden.

Glossar
Unsere Partner

Volgende Belgische federaties en partners raden ons aan